Bei einem Mittagessen am letzten Freitag (15. Mai) hatte ich die Gelegenheit, mich mit IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn zu den bisher gesetzten und den noch notwendigen Maßnahmen bei der Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise auszutauschen.
Besonderes Augenmerk muss auf das gemeinsame, abgestimmte Vorgehen der Länder bei der Krisenbewältigung gelegt werden. Die makroökonomische Kooperation, die bisher gezeigt wurde, ist die richtige Antwort auf die Krise und in dieser gesehenen Form auch historisch einmalig und beeindruckend.
Hier ist zunächst die akkordierte Geldpolitik positiv hervorzuheben: Die Notenbanken haben jeweils einen konsistenten Weg beschritten und im notwendigen Gleichklang agiert. Dieses koordinierte Vorgehen kann ebenfalls im Bereich der Finanz- und wirtschaftspolitik festgestellt werden, wo mit länderspezifischen Konjunkturpaketen die Wirtschaft offensiv unterstützt wurde. Während in den beiden Bereichen Geld- und Finanzpolitik also die stimmige und abgestimmte Koordination bereits unter Beweis gestellt wurde, ist in Bezug auf die grenzübergreifende Regulierung noch viel zu tun.Hier gilt es, nun verstärkt Anstrengungen zu unternehmen und den Fokus auf systemische Risiken entlang folgender vier Punkte zu richten: Koordination der Regulierungsmaßnahmen, einheitlicher Maßnahmenkatalog für in Not geratene Unternehmen, Einlagensicherung und Investitionsschutz, verbesserter Informationsaustausch.Jedenfalls darf man sich nicht zurücklehnen, sondern muss der Krise weiterhin gemeinsam und mit aller Kraft gegensteuern.
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