Es ist eine Sisyphos Arbeit - Der Kampf für eine wettbewerbsfähige Eisenbahn in Europa. Währen Sisyphos wohl seine Strafe verdient, ist das Versagen einen wettbewerbsfähigen Güterverkehr zu etablieren, wohl eher hausgemacht. Die europäische Politik im Verkehrsbereich war eine Liberalisierungspolitik, die ich sehr kritisiere. Obwohl zwischen 2000 und 2020 eine Zunahme des Güterverkehrvolumens in tkm um 50% erwartet wird, ist der Anteil der Eisenbahn daran sukzessive zurückgegangen. Zwar versuchte man Incentives zu setzen (drei Eisenbahnpakete) doch konterkarierte das Versagen im Bereich Interoperabilität und integriertes Management der Schieneninfrastrukur (z.B. Entwicklung eines Europäischen Eisenbahnverkehrsleitssystems, das Ziel Wettbewerb und Verkehrseffizienz anzukurbeln. Auch sprechen Statistiken über die Qualität eine traurige Sprache: Lediglich 60 % aller Güterzüge kamen 2007 pünktlich an ihrem Ziel an. Im gleichen Jahr hatten etwa 20 % der Güterzüge eine Verspätung von über drei Stunden, und bei 8 % betrug die Verspätung mehr als 24 Stunden (Internationale Vereinigung der Gesellschaften für den kombinierten Verkehr Straße-Schiene). Dass diese Ergebnisse die Schiene nicht wettbewerbsfähig machen ist klar. Zu befürworten ist die verstärkte Inangriffnahme von Güterverkehrskorridoren, welche den grenzüberschreitenden Güterverkehr unterstützen sollen (Trassenzuweisung, Abstimmung, Verkehrsmanagement, Investitionen).
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